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E2 | Schadsoftware

Hier lernst du, was Schadsoftware ist und wie du dich und andere davor schützen kannst. Es gibt aber auch Tipps dafür, was zu tun ist, wenn ein Gerät von Schadsoftware betroffen sind.

  • Im Netz kursieren unzählige Software-Schädlinge und manche von ihnen können erheblichen Schaden anrichten. Malware (Schadsoftware) verbreitet sich über verseuchte E-Mail-Anhänge, manipulierte Links oder vermeintlich sichere Downloads. Zwar können wir uns auch über einen verseuchten USB-Stick einen Schädling auf den Rechner holen, die meisten Angriffe geschehen aber online.

    Hier ist eine Übersicht über die gängigsten Arten von Schadsoftware:

    Zwei Viren.

    Viele Arten von Malware werden als Computervirus bezeichnet, auch wenn das nicht immer richtig ist. Jedes Virus ist Malware, aber nicht jede Malware ist ein Virus. Ein Computervirus schleicht sich ins System ein und verändert oder beschädigt Dateien.

    Ein Wurm dringt durch ein Quadrat.

    Computerwürmer können sich von selbst verbreiten. Sie befallen selbstständig andere Rechner oder internetfähige Geräte in einem Netzwerk oder kapern etwa das E-Mail-Programm auf einem befallenen Rechner, um Mails mit verseuchten Links an alle gespeicherten Kontakte zu verschicken.

    Ein Pferdekopf.

    Trojanische Pferde, kurz Trojaner, geben sich etwa als nützliche Software aus, um Zugang zum System zu bekommen. Sind sie einmal installiert, können sie im Hintergrund Schaden anrichten, etwa indem sie Daten ausspionieren oder zusätzliche Malware herunterladen, ohne dass wir es bemerken.

    Hinter einer geöffneten Tür befindet sich ein Virus.

    Eine Backdoor (bzw. Trapdoor) ist eine Hintertür im System, die etwa von einem Trojaner eingerichtet wird. Eine Backdoor erlaubt es Dritten, jederzeit und unbemerkt auf das System zuzugreifen.

    Auf einem Bildschirm ist ein Schlüssel, ein Schloss und Geld abgebildet.

    Ransomware ist auch als Erpressersoftware bekannt. Bei Ransomware-Angriffen werden oft wichtige und sehr persönliche Dateien auf einem Rechner so verschlüsselt, dass Nutzer:innen nicht mehr darauf zugreifen können oder die Erpresser sperren gleich das ganze System. Für das Entschlüsseln fordern die Erpresser Lösegeld, oft verbunden mit einer Frist, um zusätzlichen Druck auszuüben.

    Ein Spion mit Brille und Hut.

    Spyware ist Spionagesoftware. Sie spioniert Nutzer:innen und ihr Verhalten am Rechner aus und gibt die Informationen weiter. Sie kann etwa sehen, auf welchen Websites wir surfen oder welche Programme wir nutzen. Sie kann aber auch unsere Passwörter und Bankdaten auslesen. Wer Spyware einsetzt, nutzt sie meistens für Betrug oder Identitätsdiebstahl.

    Auf einem Bildschirm steht unter einem Virus "Achtung! Virus gefunden!".

    Scareware soll uns vor allem Angst machen. Sie gibt vor, dass etwas nicht in Ordnung ist, etwa über gefälschte Systemwarnungen mit blinkenden Benachrichtigungen oder Pieptönen. Gleichzeitig bietet sie eine vermeintliche Lösung für das Problem an. Wer aus Angst auf das Angebot eingeht, ist aber schon in die Falle getappt.

    Auf einem Bildschirm wird "Ausverkauf", "Werbung" und "Super Deal" angezeigt.

    Adware ist eher harmlos, aber nervig: Wer es mit Adware zu tun hat, bekommt ständig unerwünschte Werbung angezeigt. Oft entpuppen sich kostenlose Spiele oder vermeintlich nützliche Browser-Erweiterungen im Nachhinein als nervige Adware.

  • Wer im Internet surft, kann auch Opfer von Malware-Angriffen werden. Mit dem richtigen Schutz und ein paar grundlegenden Vorsichtsmaßnahmen sinkt das Risiko aber deutlich. Weil bei Malware-Attacken nicht nur die Nutzer:innen selbst, sondern potenziell auch deren Kontakte gefährdet sind, ist es wichtig, das Wissen zu teilen.

    Folgende Punkte sind dabei besonders wichtig:

    Malware schafft es oft nur mit unserer Hilfe auf unsere Computer. Deshalb gilt als Faustregel: Finger weg von dubiosen Links und Anhängen mit unbekanntem Inhalt. Im Zweifel hilft es, die vermeintlichen Absender anzurufen oder auf anderem Wege zu kontaktieren und nachzufragen, ob die verdächtige Nachricht wirklich von ihnen stammt.

    Schadsoftware gelangt nicht nur per Mail, sondern oft auch über Schwachstellen und Sicherheitslücken in Software auf die Computer. Deshalb ist es besonders wichtig, das Betriebssystem und alle Programme auf dem System regelmäßig zu aktualisieren, denn Updates schließen diese Lücken.

    Virenschutz und Firewall sind Pflicht. MacOS und Windows haben jeweils eigene Bordmittel, die vor vielen Gefahren bewahren. Der hauseigene Windows Defender hat auch einen expliziten Schutz vor Ransomware. Diesen aktivierst du in den Defender-Einstellungen unter „Viren- und Bedrohungsschutz“ und dann weiterführend im „überwachten Ordnerzugriff“. Eine Firewall ist heutzutage in der Regel standardmäßig aktiv. Dazu gibt es gute externe Schutz-Software. Die besten externen Schutz-Programme kosten zwar etwas Geld, aber es gibt auch gute kostenlose Programme.

    Es sollten nur Programme und Apps genutzt werden, deren Anbietern man zweifellos vertraut. Bist du dir unsicher? Dann such online nach dem Namen des Programms. Möglicherweise haben es andere Nutzer:innen bereits als Malware gemeldet.

    Allzu verlockende Werbebanner gilt es zu vermeiden, egal wie gut das Angebot auch sein mag. Erscheinen auf dem Bildschirm plötzlich dubiose Fenster, die vor Gefahren warnen, dann niemals auf Schaltflächen wie „OK“ oder „Abbrechen“ klicken, sondern das Fenster über das X oben rechts oder über die Tastenkombination Alt+F4 schließen.

     

  • Wenn du oder jemand aus deiner Familie oder deinem Freundes- und Bekanntenkreis Opfer eines Malware-Angriffs geworden ist, gilt zuerst: Ruhe bewahren.

    Erwäge dann, welcher der folgenden Schritte sinnvoll ist:

    Hat die Antivirensoftware einen Übeltäter gefunden, bietet sie oft an, die entsprechenden Dateien zu löschen oder in Quarantäne zu verschieben. Die Quarantäne-Lösung ist grundsätzlich besser, weil du Dateien bei einem Fehlalarm einfach wiederherstellen kannst.

    Starte das Gerät im abgesicherten Modus neu. Dann werden nur die Programme ausgeführt, die zum System dazugehören. Führe einen Virenscan durch, um Schädlinge zu entfernen oder die fraglichen Dateien oder Programme direkt zu löschen.

    Trenne den Rechner vom Internet – zieh den Netzwerkstecker oder schalte das WLAN aus. Damit verhinderst du, dass das Gerät Schädlinge weiterverbreitet oder weitere Malware herunterlädt.

    Welche Symptome deuten auf Malwarebefall hin? Such mit einem anderen Gerät im Netz nach Informationen dazu – hier bekommst du oft Hilfestellung zu bekannten Problemen mit Malware.

    Es gibt zahlreiche Programme und Online-Tools, die bei Malware-Befall helfen, viele von ihnen sind kostenlos. Achte beim Herunterladen darauf, dass es sich nicht selbst um Malware handelt, die sich nur als Schutzlösung oder Erste-Hilfe-Paket tarnt.

    Wenn nichts anderes hilft, musst du möglicherweise das System formatieren und neu aufsetzen. Weil dabei alle Daten gelöscht werden, ist es in so einem Fall wichtig, ein Backup mit allen wichtigen Daten zu haben.

     

    In allen Fällen gilt: Wenn du unsicher bist, was du tun sollst, hol dir Hilfe. Unbedachtes Handeln kann oft mehr schaden als nützen. Wende dich im Zweifel an die Verbraucherzentralen oder an das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI).

Mein Wissen üben Gelernt

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