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E2 | Schadsoftware

Hier lernst du, was Schadsoftware ist und wie du dich davor schützen kannst. Es gibt aber auch Tipps dafür, was zu tun ist, wenn ein Gerät von Schadsoftware betroffen sind.

  • Wer die folgenden Grundregeln beachtet, gibt Kriminellen und Datendieben keine Chance: 

    Schadsoftware (auch Malware genannt) schafft es oft nur mit unserer Hilfe auf unsere Computer. Deshalb gilt als Faustregel: Finger weg von dubiosen Links und Anhängen mit unbekanntem Inhalt. Im Zweifel hilft es, die vermeintlichen Absender anzurufen oder auf anderem Wege zu kontaktieren und nachzufragen, ob die verdächtige Nachricht wirklich von ihnen stammt.

    Ein Briefumschlag mit einem @-Zeichen als Siegel.
    Zwei Viren.

    Nutz nur Programme und Apps, deren Anbietern du zweifellos vertraust. Bist du unsicher? Dann such online nach dem Namen des Programms. Möglicherweise haben es andere Nutzer bereits als Malware gemeldet.

    Schadsoftware gelangt nicht nur per Mail, sondern oft auch über Schwachstellen und Sicherheitslücken in Software auf deinen Computer. Deshalb ist es besonders wichtig, dein Betriebssystem und alle Programme auf deinem System regelmäßig zu aktualisieren, denn Updates schließen diese Lücken.

    In einem Fenster steht "Dringendes Update erforderlich". Darunter ist ein Ordner mit einem Zahnrad unter dem "Version 26.0.1. steht. Pfeile zeigen von diesem nach rechts zu einem Ordner mit der Beschriftung Version 27.0.1. Darunter sind die Buttons "Update jetzt installieren" und "Abbrechen".

    Virenschutz und Firewall sind Pflicht. MacOS und Windows haben jeweils eigene Bordmittel, die dich schon vor vielen Gefahren bewahren. Eine Firewall ist heutzutage in der Regel standardmäßig aktiv. Dazu gibt es gute externe Schutz-Software. Die besten externen Schutz-Programme kosten zwar etwas Geld, aber es gibt auch gute kostenlose Programme.

    Allzu verlockende Werbebanner solltest du meiden und nicht daraufklicken, egal wie gut das Angebot auch sein mag. Erscheinen auf deinem Bildschirm plötzlich dubiose Fenster, die vor Gefahren warnen, klicke niemals auf Schaltflächen wie „OK“ oder „Abbrechen“, sondern schließ das Fenster über das X oben rechts oder über die Tastenkombination Alt+F4.

  • Wenn trotz aller Vorsichtsmaßnahmen Schadsoftware auf dein Gerät gelangt ist, gilt zuerst: Ruhe bewahren!

    Wenn es in deinem Unternehmen eine IT-Abteilung gibt, dann wende dich umgehend an sie. Bist du alleine, kannst du folgendes tun:

    Dein Virenschutz schlägt Alarm? Das ist gut, denn das bedeutet, dass die Schutzsoftware funktioniert. Hat sie einen Übeltäter gefunden, bietet sie oft an, die entsprechenden Dateien zu löschen oder in Quarantäne zu verschieben. Die Quarantäne-Lösung ist grundsätzlich besser, weil du Dateien bei einem Fehlalarm einfach wiederherstellen kannst.

    Es kann aber auch sein, dass eine Schadsoftware den Virenschutz in seiner Arbeit behindert. Hier kannst du versuchen, deinen Rechner oder dein Smartphone im „abgesicherten Modus“ oder „sicheren Modus“ neu zu starten. Dann werden nur die Programme ausgeführt, die zum System dazugehören. Du kannst im sicheren Modus einen Virenscan durchführen, um Schädlinge zu entfernen, oder die fraglichen Dateien oder Programme direkt löschen.

    Trenne den Rechner vom Internet – ziehe den Netzwerkstecker oder schalte das WLAN aus. Damit verhinderst du, dass dein Rechner unter Umständen Schädlinge weiterverbreitet oder weitere Malware herunterlädt.

    Welche Symptome deuten auf Schadsoftware-Befall hin? Suche mit einem anderen Gerät, etwa dem Smartphone oder dem Tablet, im Netz nach Informationen dazu – hier bekommest du oft auch Hilfestellung zu bekannten Problemen mit Schadsoftware.

    Helfen alle Reparaturmaßnahmen nichts, bleibt als letzte Möglichkeit, das System zu formatieren und neu aufzusetzen. Dabei werden alle Daten gelöscht –Programme, Fotos, Videos und Dokumente – und das Betriebssystem neu installiert. In so einem Fall ist es wichtig, dass du eine Kopie deiner Daten hast, ein Backup.

    Wenn du unsicher bist, was du tun sollst, hole dir Hilfe. Das gilt in allen Fällen. Unbedachtes Handeln kann oft mehr schaden als nützen. Gibt es in Umfeld Menschen mit IT-Kenntnissen? Dann informiere dich bei den Verbraucherzentralen oder beim Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI).

    Mit der Datenschutz-Grundverordnung bist du verpflichtet, Datenpannen in deinem Unternehmen der Aufsichtsbehörde, also der oder dem Datenschutzbeauftragten deines Bundeslandes (in Einzelfällen: des Bundes) zu melden, wenn dabei persönliche Daten von Mitarbeitenden betroffen sind. Datenpannen sind beispielsweise die unbefugte Weitergabe von Daten an Dritte oder gar der Verlust von Daten. Es reicht, wenn du eine Erstmeldung mit den Informationen angibst, die dir vorliegen.

  • Bei den meisten Computern ist ein Schutz vor Schadsoftware auch direkt integriert. Dazu gehört unter anderem die Firewall, die bei Inbetriebnahme eines Gerätes meist automatisch aktiviert ist. Trotzdem kann es helfen sich einmal in dem Sicherheitscenter des Computers umzuschauen und sich damit vertraut zu machen.

    Windows

    Wenn du Windows nutzt, findest du das Sicherheitscenter, indem du unten links das Windows-Symbol anklickst und „Sicherheit“ eingibst. Dort gelangst du dann zu der Übersicht der Bordmittel, die Windows dir bietet, um dein System sicher zu halten. Unter anderem die Firewall oder auch einen Viren- und Bedrohungsschutz.

    Mac

    Nutzt du einen Mac, dann klicke in der unteren Symbolleiste (im sogenannten Dock) auf das Symbol für die Systemeinstellungen. Klicke dann in dem sich öffnenden Fenster auf das Symbol „Sicherheit“ (ein graues Haus mit schwarzem Kreis). Dort kannst du dein Anmeldepasswort ändern, App-Downloads einschränken, Daten auf deiner Festplatte verschlüsseln, deine Firewall aktivieren und die Apps auswählen, die auf Daten zugreifen dürfen. Also zum Beispiel auf Fotos, Kalender- oder Erinnerungsdaten. Achtung: Ein Virenschutz bringt Apple nicht mit. Diesen musst du zusätzlich installieren.

Mein Wissen üben Gelernt

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