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C2 | Messenger & SMS

Hier dreht sich alles um erweiterte Messengerfunktionen.

  • Die SMS lebt! Der Kurznachrichtendienst wird immer noch gerne eingesetzt. Entweder zur Zwei-Faktor-Authentisierung oder bei besonders persönlichen Nachrichten, wie beispielsweise zwischen Therapeut:in und Patient:in. Das liegt daran, dass SMS grundsätzlich sicherer sind als Online-Messenger wie WhatsApp oder Signal. Immerhin werden sie nicht online, sondern über das Telefonnetz gesendet.

    Trotzdem bleiben Messenger besonders beliebt. Aber wie ist es da um deinen Datenschutz bestellt? Bei WhatsApp, Signal, Threema, Telegram und Co. ist es ähnlich wie bei den E-Mail-Anbietern: Was sie dürfen und was nicht, regelt die DSGVO. Dementsprechend gilt auch hier, dass die Messenger-Dienste mit Sitz in der EU besonders gute Datenschutzbestimmungen haben und nur die Daten erheben und verarbeiten dürfen, die zwingend, also technisch, notwendig sind.

    Die folgenden Messenger sind die bekanntesten:

    Der am weitesten verbreitete Messenger ist WhatsApp. Der Messenger-Dienst gehört zu Facebook, hat seinen Sitz also in den USA. Du kannst den Dienst nicht anonym installieren, da du beim Einrichten deine Telefonnummer eingeben musst. WhatsApp nutzt standardmäßig Ende-zu-Ende-Verschlüsselung. Deine Daten werden über die Server von WhatsApp geleitet und schließlich auf deinem Telefon gespeichert.

    WhatsApp kann deine Chats nicht mitlesen, speichert aber deine Geräte- und Verbindungsdaten sowie deine Standortinformationen und Daten von deinen Telefonbuchkontakten, selbst wenn diese kein WhatsApp nutzen. Nutzt du Whatsapp, um mit einem Unternehmen zu kommunizieren, das mit Facebook zusammenarbeitet, wird hier sogar der Inhalt eurer Kommunikation freigegeben.

    Signal ist standardmäßig mit einer als besonders gut geltenden Ende-zu-Ende-Verschlüsselung gesichert und schützt damit nicht nur deine Einzelchats, sondern auch alle Gruppenunterhaltungen und deine Anrufe. Anonym kannst du Signal nicht nutzen, denn es braucht auch hier eine Telefonnummer. Deine Nachrichten werden nur auf deinem Gerät gespeichert.

    Signal hat seinen Sitz in den USA und ist damit nicht der DSGVO unterworfen. Aber: da es als gemeinnützige Stiftung keinen Profit erwirtschaften muss und außerdem der Quellcode Open-Source und damit frei zugänglich ist, ist das Datensammeln ausgeschlossen.

    Threema ist ein Messenger-Dienst, der eine einmalige Downloadgebühr erhebt und sich auch darüber finanziert. Alle Daten, die du eingibst, verbleiben auf schweizer Servern, was sich positiv auf deinen Datenschutz auswirkt. Die schweizer Datenschutzbestimmungen sind den europäischen nicht unähnlich. Nachrichten, die du versendest, werden vom Server gelöscht, sobald sie zugestellt wurden. Threema nutzt die Ende-zu-Ende-Verschlüsselung beim Chatten, Telefonieren und der Videotelefonie. Bei der Einrichtung des Dienstes musst du deine Telefonnummer nicht eingeben, sondern erhältst eine zufällig erstellte Threema-ID. So kannst du den Messenger vollständig anonym nutzen.

    Telegram ist ein Messenger-Dienst aus Dubai und unterliegt somit auch nicht der DSGVO. Bei Telegram ist die Ende-zu-Ende-Verschlüsselung bei normalen Chatnachrichten vorerst deaktiviert. Du kannst den geheimen Chat nutzen, um verschlüsselt zu kommunizieren, aber das nur ab Neubeginn einer Unterhaltung. Auch Sprach- und Videoanrufe sind verschlüsselt. Du kannst außerdem deine Telefonnummer verbergen, wenn du mit anderen chattest. Telegram stellt keine anonyme Registrierung zur Verfügung und deine Daten werden auf Servern gespeichert und sind für Telegram lesbar. Ausgenommen davon sind deine geheimen Chats.

    Mach regelmäßig ein Backup deiner Messenger und achte darauf, immer die neueste Version zu installieren. Es lohnt sich bei allen Messenger-Diensten, die Datenschutzbestimmungen und AGB zu lesen und sie nicht einfach nur anzunehmen. Letztendlich liegt die Entscheidung bei dir, welchen Messenger du nutzen möchtest und wie wichtig dir der Schutz deiner Daten ist.

  • Du kannst deinen Messenger zum Schreiben von Nachrichten und zum Teilen von Bildern, Videos, Kontakten oder deinem Standort nutzen. Du kannst damit aber auch größere Gruppen von Menschen erreichen. Das geht natürlich einmal mit einem Gruppenchat, aber auch mithilfe der Messenger-Funktionen „Kanal“ und „Broadcast“.

    WhatsApp nutzt den Broadcast. Bei einem Broadcast (einer Übertragung) kannst du mehrere Personen hinzufügen, die Personen bekommen deine Nachricht aber separat. Die Antworten erhältst du wiederum in einem eigenen Chat – im Gegensatz zum Gruppenchat, in dem Mitglieder immer alle Nachrichten lesen und beantworten können. Ein weiterer Vorteil des Broadcasts: Die Kontakte können sich gegenseitig nicht sehen. Broadcast-Nachrichten werden im Chat mit einem kleinen Megafonsymbol gekennzeichnet. So kannst du unterscheiden, ob dir jemand eine persönliche Nachricht schickt oder du Empfänger:in einer Broadcast-Mitteilung bist.

    Nur die Nummern in deinen Kontakten können auch Broadcast-Nachrichten von dir erhalten. So möchte WhatsApp Spam-Nachrichten vorbeugen.

    Telegram hat Kanäle und keine Broadcasts. Bei Telegram kannst du auswählen, ob du einen privaten oder einen öffentlichen Kanal einrichten möchtest. Der öffentliche Kanal ist per Link für alle Interessierten erreichbar, auch wenn sie nicht in deinen Kontakten sind. Private Kanäle können nur per Einladungslink gelesen werden. Die Person, die den Kanal besitzt, kann diesen Einladungslink verschicken. Schreiben kann nur die Person, die den Kanal eröffnet hat. Telegram bieten Listen an, die du nach interessanten Kanälen durchsuchen kannst.

    Threema und Signal haben keine Broadcasting- oder Kanal-Funktion. Manche Unternehmen bieten Ihren Kundenservice oder Newsletter trotzdem mit diesen Diensten an. Speichere dafür das Unternehmen in deinen Kontakten, um an dieses dann Nachrichten zu schreiben oder zu empfangen.

  • Natürlich kannst du deine Messenger auf dem Smartphone oder Tablet nutzen. Aber du kannst sie auch gleichzeitig auf dem Computer verwenden.

    Um Signal auf dem Computer nutzen zu können, brauchst du ebenfalls eine App für deinen PC. Lade dir von der Signal-Website die passende App für dein Betriebssystem herunter. Nach der Installation der App auf deinem Computer öffnet sich ein Fenster mit einem QR-Code.

    Öffne nun in der Signal-App auf deinem Handy die Einstellungen und tippe auf „Gekoppelte Geräte“. Jetzt kannst du den QR-Code von deinem Computer scannen und beide Geräte koppeln. Signal kann so mit bis zu fünf gekoppelten Geräten genutzt werden. Willst du die Geräte wieder entkoppeln, kannst du das ebenfalls über „Gekoppelte Geräte“ in deiner Smartphone-App machen.

    Um Threema im Browser nutzen zu können, brauchst du dafür nur die App auf deinem Handy und die Website web.threema.ch, die du in deinem Browser auf dem PC öffnest. Tippe in deiner Threema-App im Hauptmenü (Android) oder den Einstellungen (iOS) auf „Threema Web“ und „neue Sitzung einleiten“. Tippe auf das QR-Code-Symbol (Android) oder das Kamera-Symbol (iOS) und öffne so den QR-Code-Scanner. Jetzt scannst du den auf der Website angezeigten Code. Eine Desktop-App gibt es von Threema nicht. Die App ordnet jedem Gerät eine ID zu. Du kannst sie daher nicht mit einem Zweitgerät benutzen.

    Um WhatsApp im Browser zu nutzen, musst du auf deinem PC die Seite web.whatsapp.com besuchen. Auf deinem Handy findest du dann über das Dreipunktemenü (Android) oder über Einstellungen (iOS) die verknüpften Geräte, wodurch sich ein QR-Scanner öffnet. Jetzt kannst du den QR-Code der Website scannen und die Verbindung ist hergestellt. In der App siehst du nun eine Liste mit allen verbundenen Geräten und Browsern und kannst dich hier auch wieder abmelden.

    Wichtig: Für die Nutzung von WhatsApp-Web muss dein Smartphone online sein. WhatsApp hat zusätzlich auch eine eigene Desktop-App für den PC oder Mac, aber auch hier muss dein Handy zwingend mit dem Internet verbunden sein.

    Weil Telegram die Nachrichtenverläufe auf seinen Servern speichert, muss das Erstgerät nicht online sein. Lediglich für die Einrichtung eines weiteren Geräts brauchst du dein Smartphone. Dafür rufst du die Telegram-Website auf und scannst entweder den QR-Code (über das Bürgermenü gehst du auf „Geräte“ und öffnest dort den Scanner) oder gibst deine Handynummer an. Telegram sendet dann einen Bestätigungscode auf dein Smartphone, den du entweder bestätigst oder auf dem anderen Gerät eintippst. Einmal angemeldet, kannst du die App dann unabhängig von deinem Smartphone auch am PC nutzen. Telegram hat auch eine eigene Desktop-App für Windows, MacOS und Linux.

    Für alle Messenger gilt: Wenn du eine Browser-Anwendung nicht mehr nutzt, melde dich wieder ab. Das gilt besonders, wenn du die Browser-Option an einem fremden Gerät nutzt oder an einem Computer, auf den außer dir noch andere Menschen Zugriff haben.

Mein Wissen üben Gelernt

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