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D4 | Backups

Hier lernst du, wie du deine Daten sichern und so vor Verlust schützen kannst und auch, wie du sie verschlüsseln kannst.

  • Der Verlust von Daten tritt doch häufiger auf als man meint.

    • Dein USB-Stick zerbricht.
    • Wasser- und Feuerschäden sowie weitere Hausunfälle können deinen PC völlig zerstören.
    • Dateien und Ordner wurden versehentlich gelöscht.
    • Hacker können dich mit Schadsoftware angreifen und deine Dateien verschlüsseln, verändern oder löschen.
    • Unterwegs kannst du deinen USB-Stick, deinen Laptop oder dein Smartphone verlieren.

    Angesichts dieser Notfälle empfiehlt es sich, Backups zu erstellen. Dabei lassen sich Dateien oder ganze Betriebssysteme entweder auf externe Datenträger oder in der Cloud speichern. Zu Clouds mehr in Lerneinheit D5 Clouds.

    Auch Tiere können ein Grund für Datenverlust sein. So berichtet das IT-Sicherheitsunternehmen Kroll Ontrack von einem Fall, bei dem ein Hund einen USB-Stick gefressen hat, worauf alle Dateien auf dem Datenträger zerstört wurden.

  • Sicherheitskopien auf externen Datenträgern können nur dann umfänglich vor Datenverlust schützen, wenn diese stets mit den Originalen synchronisiert und somit aktuell gehalten werden. Dabei gibt es drei mögliche Arten der Synchronisierung:

    Du erstellst ein neues Voll-Backup und löschst zuvor das alte.

    Bei der inkrementellen Datensicherung werden nur die Dateien aktualisiert, die sich verändert haben.

    Bei der differentiellen Datensicherung werden ebenfalls nur die Dateien aktualisiert, die sich verändert haben. Zusätzlich wird aber auch eine Sicherheitskopie der alten Versionen der Dateien angelegt. Das ist für den Fall praktisch, dass du eine alte Version wiederherstellen musst. Allerdings wird hier auch viel Speicherplatz verbraucht.

  • Die regelmäßige Datensicherung kann dauerhaft recht mühsam sein. Eine Lösung sind Tools zur Automatisierung des Synchronisierungsprozesses.

    Hier eine Auswahl von Programmen zur Synchronisierung einzelner Dateien:

    Hier handelt es sich um ein umfangreiches Programm des Unternehmens Siber Systems, Inc. Es ist verfügbar für alle gängigen Betriebssysteme. GoodSync verspricht eine Echtzeit-Datensynchronisation im Hintergrund, sowohl als inkrementelle als auch als differentielle Datensicherung. Backups können zeitlich geplant und verschlüsselt werden. Goodsync ist kostenfrei, für weitere Geräte und für die Integration einer Cloud aber kostenpflichtig.

    Das Programm PureSync des deutschen Unternehmens Jumping Bytes ermöglicht die Synchronisation verschiedener Quell- und Zielordner in Echtzeit: Sobald eine Datei im Quellordner geändert wird, wird sie auch im Zielordner angepasst (Option 2). PureSync kann aus sogenannten Schattenkopien auch ältere Versionen wiederherstellen (Option 3). Um den Überblick zu behalten, bietet das Programm eine Vergleichsübersicht älterer Versionen an. Für Privatanwender ist das Programm kostenfrei.

    Das kostenfreie Tool SyncToy ist von Microsoft entwickelt worden. Hier handelt es sich um ein kleines Programm zur Synchronisierung von Dateien in zuvor definierten Quell- und Zielordnern. SyncToy bietet alle Optionen an, die oben beschrieben wurden, unter den Begriffen Sychronize (Option 1), Echo (Option 2) und Contribute (Option 3). SyncToy gibt es nur für Windows-Betriebssysteme.

    Hier eine Auswahl von Programmen zur Synchronisierung ganzer Betriebssysteme mitsamt aller Programme, Dateien und Einstellungen:

    Um dein Windows oder Mac-Betriebssystem zu sichern, kannst du das Tool Cyber Protect des US-Unternehmens Acronis nutzen. Die Sicherung kannst du auf externen Datenträgern oder in der Acronis Cloud speichern. Alternativ kannst du nur deine Laufwerke oder Einzeldateien sichern. Das Tool ist kostenpflichtig. Es muss ein Abonnement pro Jahr abgeschlossen werden.

    Das Programm Nova Backup PC wird vom Unternehmen NovaBackUp Europe GmbH bereitgestellt. Das Tool ist ebenfalls kostenpflichtig. Mit Nova BackUp können ganze Betriebssysteme, Festplattenlaufwerke, Datenblöcke oder Einzeldateien automatisiert gesichert werden. Das Tool bietet alle Optionen wie oben beschrieben an, darüber hinaus können die Backup-Dateien auch in einer Cloud gespeichert werden. Auch hier muss ein Abonnement pro Jahr abgeschlossen werden.

    Statt der Programme kannst du bei Windows auch die Sicherungsfunktion nutzen. Diese sichert dein Betriebssystem zu unterschiedlichen Wiederherstellungspunkten (Option 3). Diese kannst du dann bei einer späteren Rekonstruktion auswählen. Du findest die Sicherung in den Einstellungen im Bereich „Update und Sicherheit“.

    Beim Mac lautet die Funktion Time Machine. Sie funktioniert ähnlich. Du findest sie in den Einstellungen im Finder.

    Deine Smartphone-Daten kannst du bei Apple in der iCloud sichern. Wenn du ein neues iPhone kaufst, stellst du so dein Betriebssystem aus der iCloud wieder her. Alternativ kannst du über das Apple-Programm iTunes dein iOS-Betriebssystem lokal auf deinem Mac oder auf deinem Windows-PC speichern und später wiederherstellen. Android bietet eine Sicherung in den Einstellungen im Bereich System an.

  • Die Verschlüsselung von Dateien oder ganzer Laufwerke hat zahlreiche Vorteile:

    Schutz bei Hacking

    Sind deine Daten verschlüsselt, können sie von Fremden selbst dann nicht eingesehen werden, wenn sie sich über eine Sicherheitslücke Zugang verschafft haben.

    Schutz bei Diebstahl

    Sollte dein Laptop oder Smartphone jemals gestohlen werden, kommen die Diebe trotzdem nicht an deine Daten.

    Kinder- und Jugendschutz

    Auch für Kinder- und Jugendschutz ist Verschlüsselung nützlich. Durch Verschlüsselung gelangen Kinder, mit denen du in der Familie womöglich einen Rechner teilst, nicht an Dateien, die für ihre Augen nicht bestimmt sind.

  • Es gibt verschiedene Wege, wie du deine Dateien verschlüsseln kannst:

    Auf dem Markt sind zahlreiche, teilweise kostenlos verfügbare Programme zur Verschlüsselung deiner Dateien, Ordner, Festplatten und deines Betriebssystems. Diese heißen Steganos SafeGpg4WinArchiCryptVeracrypt oder TruPax. Sie setzen dafür Algorithmen ein, durch die die Software den Zugang zu den Inhalten freigeben kann.

    Einige Festplatten liefern die Verschlüsselung bereits frei Haus. Du erkennst diese daran, dass du ganz am Anfang, noch bevor der PC hochfährt, ein Passwort eingeben musst. Auf dem Markt findest du solche Festplatten unter der Bezeichnung Opal-Festplatte.

    Einige externe Festplatten lassen sich auch mit einem richtigen Schlüssel verschließen, indem ein entsprechendes Gehäuse mit einem Schloss um die Festplatte herum gebaut wurde.

    Zahlreiche Smartphones und Laptops erlauben erst dann den Zugang zu Daten, wenn Nutzer:innen sich per Fingerabdruck oder Gesichtserkennung identifiziert haben.

Mein Wissen üben Gelernt

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